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Weinprobe bei den Freien Wählern

 

Die Freien Wähler Lich machen nicht nur Kommunalpolitik und setzen sich für ihre Bürgerinnen und Bürger ein, sondern auch die Gaumenfreuden kommen im Laufe eines Jahres bei ihnen nicht zu kurz. Heringsessen in Langsdorf, Bauernfrühstück in Nieder Bessingen, Grillgerichte im Muschenheimer Wald oder Schlachtessen in Eberstadt sind immer etwas Besonderes, was sich schon an den zahlreichen Teilnehmern zeigt.

Aber dieses Mal hatten sie sich etwas ganz anderes einfallen lassen – nämlich eine Weinprobe. Uwe Schmidt vom Licher REWE-Markt kam mit einem ausgewählten und gut sortierten Weinangebot in die Fraktionssitzung, um einige Weiß- und Rotweine zur Verkostung anzubieten. Er hatte auch noch einige Stangen Weißbrot mitgebracht, um zwischen den Weinproben die Geschmacksnerven wieder zu neutralisieren. Auch ein Sortiment verschiedener Käsesorten wie Gouda, Schimmelkäse sowie Schafs- und Ziegenkäsesorten bot er an.

Die bekannten deutschen Weißweine wie Rivaner vom Kaiserstuhl, Riesling, Müller-Thurgau von der Pfalz und der Mosel sowie Mario Muskat aus Rheinhessen waren im Angebot. Italienischer Chianti, Dornfelder aus Falkenberg und Trollinger aus Rheinhessen ergänzten als Rotweine die Vielfalt der Proben.

Uwe Schmidt sprach bei jeder Weinsorte ausführlich über die Lage der einzelnen Anbaugebiete, über die verschiedenen Rebsorten und auch über die Weinlesen, die besonders bei Steillagen von den Winzern in intensiver und mühsamer Handarbeit einzeln gepflückt werden müssen. Die Weinprobe begann zunächst bei einem trockenen Weißwein und setzt sich fort über feinherbe bis liebliche Sorten. Auch beim Rotwein war es ähnlich. Von einem trockenen Chinati aus der Toskana ging man über zu halb trockenen Rheinhessenweinen bis hin zu lieblichem Dornfelder aus Baden Württemberg. Der Geschmack des Weißbrotes dazwischen ließ die vorverkostete Sorte schnell verschwinden und die neue Sorte konnte vollmundig genossen werden. Die Käseplatte wurde erst gegen Ende der Weinprobe in Angriff genommen, war aber auch hervorragend und wurde restlos verzehrt.

Die Teilnehmer gaben ihr Urteil ab, wobei alle Sorten einzeln besprochen wurden. Waren es die herben Sorten, die einzelne Verkoster bevorzugten, so gaben andere den lieblichen Sorten die subjektiv bessere Wertung. Nicht wenig staunten die Freien Wähler, als der Marktleiter die Preise der einzelnen Sorten bekannt gab. Alle mitgebrachten und probierten Weine lagen zwischen drei und fünf Euro, was besonders bei denen Verwunderung auslöste, die sonst ihre Weine direkt beim Winzer abholen.

Alles in allem war es ein gelungener Abend und Vorsitzender Roland Jockel, der sich im Namen der FW bei Uwe Schmidt bedankte, drückte auch sein Erstaunen aus über die hervorragende Sachkenntnis und die ausführlichen Informationen, die sie von dem Markleiter erfahren hatten. Bleibt noch zu sagen, dass die Teilnehmer an der Weinprobe abgeholt wurden, weil keiner seinen Führerschein riskieren wollte.