Mit Engagement vor Ort – Ortsbeiräte der FWG Lich
Über 35 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte Josef Benner, Spitzenkandidat der Freie Wähler FWG Lich und Muschenheimer Ortsvorsteher, bei frühlingshaftem Wetter zum Dorfrundgang begrüßen. Die Bandbreite der Themen reichte von der Sanierung der innerörtlichen Kreisstraßen bis hin zu einem der bedeutendsten Zukunftsprojekte des Stadtteils: dem Neubau der Kindertagesstätte. Mit Stadtrat Sebastian Schäfer nahm auch ein Vertreter des Magistrats sowie zahlreiche Mandatsträger aus den Stadtteilen an dem Rundgang teil.
Neubau der Kindertagesstätte als Schlüsselprojekt
Besonderes Interesse galt den Informationen zum geplanten Neubau der Kita auf dem ehemaligen Sportplatz in unmittelbarer Nähe zur Sport- und Kulturhalle. Der neue Standort soll Synergien schaffen und Raum für drei Gruppen bieten. „Wir gehen derzeit von einem Investitionsvolumen von rund 4,7 Millionen Euro aus“, erläuterte Benner. Zugleich eröffne das Projekt die Chance, weitere Ideen wie ein Kleinsportfeld im Zusammenspiel mit Halle und Festplatz mitzudenken. „In diese Planungen bringen wir uns gemeinsam mit der Bürgerschaft aktiv ein“, betonte er.
Da der bisherige Standort in der Schulstraße keine Entwicklungsmöglichkeiten biete, sei eine Wohnbebauung dort sinnvoll. Der Verkaufserlös könne zudem zur Finanzierung des Neubaus beitragen.
Auch das Neubaugebiet „Zum Limes“ wurde in den Blick genommen. „Wir gewinnen junge Familien nur, wenn wir gute Angebote in der Kinderbetreuung und moderne Wohnstrukturen bieten“, so Benner. Die FWG Lich stehe für planvolles Wachstum, das Familien anzieht und das Dorfleben lebendig hält. Seit Juli 2022 wurden auf fast zwei Hektar bereits 36 von 38 Bauplätzen bebaut. Die privaten Investitionen belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro – ein deutliches Signal für die Attraktivität des Stadtteils.
Sanierung der innerörtlichen Kreisstraßen: Großprojekt bis 2028
Ein zentrales Thema war der aktuelle Ausbau der drei innerörtlichen Kreisstraßen. Auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern soll die Maßnahme bis Sommer 2028 abgeschlossen sein. Die FWG‑Vertreter erläuterten, wie intensiv sich der Ortsbeirat mit seinem lokalen Wissen in die Planungen eingebracht hat. „Mit insgesamt fast 10 Millionen Euro ist dies eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte für Muschenheim“, erklärte Benner. Davon würden 4,5 Millionen Euro in unterirdische Infrastruktur wie Abwasserkanäle und Wasserleitungen investiert – für Anwohner unsichtbar, aber unverzichtbar.
Entlang der Baustellen im „Klosterweg“ und am „Alten Rathausplatz“ gab Gerhard Eller detaillierte Einblicke in den aktuellen Baufortschritt. Ralf Becker, FWG‑Mitglied im Ortsbeirat, schilderte zudem aus Sicht eines Anwohners die Abläufe und lobte die kooperative Zusammenarbeit mit den Bauarbeitern. Besonders bemerkenswert sei die komplexe Neuverlegung des Abwasserkanals zum Sammelbecken im Pfarrgarten. „Früher verlief dieser Kanal über Privatgrundstücke unterhalb von Gebäuden – das war langfristig nicht tragfähig“, so Becker.
Mit der Sanierung werden auch die beiden Bushaltestellen neugestaltet. Dies wolle man nutzen, um den Rathausplatz aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität sichtbar zu verbessern.
FWG-Lich: Einsatz für Muschenheim und die Stadtteile
Zum Abschluss betonte Ortsvorsteher Benner die Bedeutung eines engagierten Ortsbeirats: „Wir als Mandatsträger müssen uns aktiv in die Planungen der Stadt Lich einbringen. Auch wenn die formalen Entscheidungsbefugnisse begrenzt sind, können wir durch unseren Einsatz vor Ort und den konstruktiven Dialog mit Magistrat und Verwaltung viel bewegen.“
Gerade die Ortsbeiräte und Ortsvorsteher der Freien Wähler FWG Lich stünden in den Stadtteilen für dieses aktive, lösungsorientierte Engagement – ein Ansatz, der bei den Teilnehmern des Rundgangs sichtbar Anklang fand.