Aktuelles der FWG

Politischer Aschermittwoch der Freien Wähler FWG Lich

FWG stellt starkes Team vor – wir wollen Zukunft gestalten

Beim politischen Aschermittwoch der Freien Wähler FWG Lich in Langsdorf begrüßte Vorsitzender Sascha Ott über 50 Gäste. Im Zentrum des Abends stand die Rede des FWG-Spitzenkandidaten und Fraktionsvorsitzenden Josef Benner, der eine klare Analyse der städtischen Finanzlage vornahm und politische Schwerpunkte für die kommenden Jahre formulierte.

Benner zeigte auf, dass sich die Schulden der Stadt Lich seit 2021 von 10 auf 35 Millionen Euro erhöht haben. Diese Entwicklung sei nicht allein durch äußere Rahmenbedingungen erklärbar. Er verwies auf politische Entscheidungen vor Ort, die den Haushalt zusätzlich belasteten. Als zentrale Beispiele nannte er die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die Einnahmeausfälle von rund 7 Millionen Euro verursache, sowie den Kauf des Waldschwimmbads für 2 Millionen Euro gegen das Ergebnis der Bürgerbefragung. Zu beiden Themen habe die FWG Alternativen vorgelegt, die finanziell tragfähiger gewesen wären.

Sein Fazit zur vergangenen Wahlperiode fiel deutlich aus: Viele Projekte seien angekündigt, aber kaum umgesetzt worden – etwa bei der Bürgerbeteiligung oder beim Ausschuss zur Langsdorfer Höhe. Gleichzeitig hob Benner hervor, dass die FWG mit dem Antrag zur Organisationsanalyse der Verwaltung einen wichtigen Impuls für effizientere Strukturen gesetzt habe.

Mit klaren Prioritäten stellte Benner die programmatische Linie der FWG vor: Stärkung der Seniorenarbeit, Ausbau der Kinderbetreuung, Förderung der Jugendarbeit und aktive Dorfentwicklung. Besonders wichtig sei ein pragmatischer Umgang mit Denkmalschutz und Innenentwicklung: Historisches bewahren, wo es sinnvoll sei, aber gleichzeitig moderne Nutzungen ermöglichen. In der Finanzpolitik betonte Benner den Grundsatz „Notwendiges vor Wünschenswertem“ und forderte transparente, belastbare Planungen für größere Investitionen.

Zum Schluss stellte Benner das Team der FWG vor – eine Mischung aus erfahrenen Mandatsträgern und engagierten neuen Kräften aus Handel, Handwerk, Verwaltung, Landwirtschaft und Dienstleistung. Diese Vielfalt, so Benner, stehe für Bodenständigkeit und Sachorientierung. Damit sei die FWG am 15. März die erste Wahl bei der Neubesetzung der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte in Lich.

Der zweite inhaltliche Teil des Abends gehörte Stefan Becker vom Kreisfeuerwehrverband Gießen. In seinem Vortrag zu den „Anforderungen an die Gefahrenabwehr vor Ort“ beschrieb er die Entwicklung des Brand- und Katastrophenschutzes der letzten 70 Jahre. Becker erläuterte, wie technische Innovationen, Ausbildung und Organisation stets auf große Schadensereignisse folgten und weshalb Kommunen heute ein höheres Niveau an Einsatzbereitschaft benötigen. Zudem machte er deutlich, wie entscheidend koordinierte Informationen, funktionierende Führungsstrukturen und ausreichende Ressourcen im Ernstfall sind.